Was bedeutet innere Freiheit?

Für ein Projekt möchte ich gerne von Dir wissen, was für dich innere Freiheit bedeutet.

Was verstehst du darunter und mit welchen Themen verknüpfst du die innere Freiheit?

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Antworten auf diese Diskussion

Wenn Du solche Frage stellst, interessiert mich zuerst, Deine Intension.

Wenn ich mich frage, was der Begriff "innere Freiheit" in mir auslöst, dann seh ich 1) Gedankenfreiheit

2) Gedankenfreiheit im Gefängnis, bedeutet, dass ich innere Freiheit beziehe/beziehen kann/ggf. beziehen muss/ auf äußere Umstände.

3) Die Frage wie frei bin ich wirklich innerlich? WEr denkt mich? Was denkt mich? Führen mich meine Gedanken oder ich sie? Wer und was bestimmt das?

An diesem Punkt denke ich, das wirkliche innere Freiheit bedeutet, Herrin über die eigenen Gedanken zu sein. Ansonsten sehe ich Beherrschung dr. Beeinflussung von außen, anstatt selbst innerlich Herr zu sein.

Soweit meine Gedanken zu "innere Freiheit".

Ja, das finde ich eine spannende Frage! Danke auch dir, liebe Nancy, für deine interessanten Gedanken dazu!

 

Innere Freiheit erlebe ich immer dann, wenn ich die Idee des BRAUCHENS losgelassen habe; - also die Idee, dass ich meine, ich bräuchte Liebe, Sicherheit oder noch so manches mehr von aussen.

Und innere Freiheit erlebe ich auch, wenn ich durchschaue, dass ich nicht die Gedanken und die Gefühle bin, sondern das BEWUSSTSEIN, welches all diese Wellen in meinem inneren Ozean wahrnimmt/beobachtet.

Früher bin ich während der Meditation immer wieder mit schwer oder düster wirkenden Gefühlen und Gedanken «verschmolzen». Dabei fand ich heraus, dass es in Wahrheit keine Gefühle/Gedanken zu fürchten gibt. Und das lässt mich nun immer mehr diese innere Freiheit erleben:

Dass ich nicht mehr so in «Achtungs-Stellung» sein muss, um meine Gedanken/Gefühle zu kontrollieren, sondern dass ich mich FREI fühlen kann, egal welche Empfindungen gerade da sind.

 

Als Neben-Effekt von diesem Frieden mit allen Arten von Empfindungen zeigt sich dann der innere friedliche Zustand auch immer mehr in äusseren friedlichen Umständen. Und das fühlt sich für mich sehr nach innerer Freiheit an. :-)

Danke dir Nancy und Anja für dies sehr bereichernden Antworten.

Du hast recht Nancy. Ich sollte sicher auch meine Intension dazu schreiben.

Auf der Suche nach der Antwort, wieso wir so sind, wie wir sind, wurde mir von einer lieben Freundin eines Tages das Buch "Die Vier Versprechen" von Don Miguel Ruiz geschenkt. Dieses Buch eröffnete mir eine neue Sicht des menschlichen Daseins. Im Grunde genommen geht es um die Macht des Wortes und wie wir uns von ihm beherrschen und sogar einzwängen lassen. 

Die Vier Versprechen und das Fünfte Versprechen im Hinterkopf begegnete ich der Welt und befreite mich immer mehr von unseren domestizierten Gedanken. Immer mehr erkannte ich, dass das "Leiden" ein Konstrukt, oder eine Ansichtssache ist. Das Leben stellt uns Aufgaben, an denen wir wachsen können. Die Liebe kennt zum Beispiel auch keinen Liebesschmerz. Der Schmerz ist unser Konstrukt, auch Eifersucht etc.

Wenn ich das loslassen kann, dann beginnt für mich die Freiheit und die Kreativität. Wie Anja so schön sagte, ich muss dann nicht mehr in der ACHTUNGSSTELLUNG sein, aus Angst man könnte mir was böses tun.

Nachfrage:

Was meinst Du mit 5 Versprechen? (Welche/Welche Formulierungen?)

~~~

...die Freiheit ist im Grunde immer da...

:)

...mensch kann z.B. auch frei fragen:

Frei wofür?

oder auch:

Frei wovon!

:)

Es scheint mir etwas immer freies im Menschen/in mir zu geben...

:)

Es geht um die Entmachtung unserer Anhaftungen und Annahmen, welche wir über das Wort erhalten haben. Am Schluss bist du nur noch so, wie du denkst, dass dich die Lute so haben wollen.

Ich zitiere mal die 5 Versprechen:

1. : Verwenden Sie mit Bedacht Ihre Worte und seien Sie untadelig mit Ihrem Wort

2. : Nehmen Sie nichts persönlich

3.:  Ziehen Sie keine voreilige Schlüsse

4.: Tun Sie immer Ihr Bestmögliches

5.  Seien Sie skeptisch, aber lernen Sie zuzuhören

Mit diesen fünf Versprechen und den Erklärungen dazu, kann man die Gesellschaft und wie sie tickt erfassen. Auch das, was gerade um uns abgeht ist so sehr gut erklärbar.

Das fantastische daran ist, wenn du das lebst, dann erkennst du deine eigenen Ketten und kannst sie abwerfen.

Diese Anhaftungen und Annahmen sind zum Teile aber so tief in uns verankert, dass es sogar Mühe macht sie zu erkennenu nd darum merkt man nicht einmal wie die fesseln ausschauen.

Danke.

Ja, wenn ich bisher Unerkanntes (Prägung, fälschlich Geglaubtes, "Hypnose") erkenne, kann ich es im besten Sinne sein lassen.

Danach kann die Erkenntnis der Freiheit kommen, die Erkenntnis, dass ich jeden Moment frei bin zu denken und zu glauben, was ich möchte, oder auch was andere denken.

Noch größer sehe ich die Freiheit bei sich zu bleiben, der eigenen Wahrnehmung und Intuition zu folgen.

Äußere Freiheit, die aus innerer Freiheit entsteht hat eine andere Qualität

als sogenannte Freiheit(en) die aus innerer Unfreiheit(Unbewusstheit) erfolgte.

Jeder Moment ist ein guter Moment zur Erkenntnis/Bewusstsein/Bewusstwerdung!

:)

Danke dir, ja das tönt sehr stimmig.

Ich finde oft ist es aber auch eine Herausforderung, herauszufinden, ob es anstatt deine freie Entscheidung, nun doch eine auf einer Domestizierung beruhenden Meinung ist.

Tief vergrabene Glaubenssätze betrügen uns manchmal in der Annahme, dass wir frei denken würden, glaube ich.

...das Körperempfinden ist meiner Erfahrung nach, zumeist untrügerischer...

:)

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:)

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